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StotternStottern ist eine Redeflussstörung, bei der es zu Verzögerungen im Sprechablauf kommt, die sich als Wiederholungen von Lauten, Silben oder Wörtern, als Dehnungen oder tonlose Blocks zeigen können. Stottern ist eine Kommunikationsstörung bzw. eine Mitteilungsstörung, bei der die Sprechunflüssigkeiten in sehr vielen unterschiedlichen Sprechsituationen auftreten. Besteht keine kommunikative Absicht, ist der Stotterer in der Regel flüssig (Singen, Aufsagen eines Gedichtes). Man spricht von einem beginnenden Stottern, wenn der Beginn des Stotterns weniger als ein Jahr zurückliegt. Dauert es länger als 12 Monate an, spricht man von einem chronischen Stottern. Je länger ein Stottern besteht, umso mehr kann es sich auf das Verhalten, die Persönlichkeitsstruktur, die Gefühle oder das Selbstbild auswirken. Die Wiederholungen, Dehnungen oder Blocks können als Kernsymptomatik bezeichnet werden. Als Reaktionen auf diese Kernsymptome entwickeln sich Begleitsymptome, die als Versuch zu sehen sind, die Stottersymptome zu beenden, unauffälliger zu machen oder zu vermeiden. Beispiele hierfür sind Sprechängste, Frustrationen, Versagensängste, Vermeiden von Sprechsituationen, Abbruch von Blickkontakt, Veränderung der Sprechweise, Vermeiden gefürchteter Wörter, Einschub von Floskeln oder Mitbewegungen, wie Grimassieren. Je ausgeprägter das Störungsbewusstsein wird und je mehr das Stottern eine negative Bewertung erfährt, um so mehr entwickelt sich die Begleitsymptomatik. Abzugrenzen ist das Störungsbild Stottern vom sogenannten Entwicklungsstottern (altersgemäße Sprechunflüssigkeiten). Diese Sprechunflüssigkeiten können bei allen Kindern in der normalen Sprachentwicklung zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr auftreten. Entwicklungsstottern ist gekennzeichnet durch kurze Wiederholungen von Satzteilen oder Wörtern, selten Silben- oder Lautwiederholungen. Diese Wiederholungen sind Ausdruck eines noch labilen Entwicklungsstandes. Die eigentliche Ursache des Stotterns ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Man findet in der Literatur unterschiedliche Erklärungsversuche:
Wir arbeiten schwerpunktmäßig nach dem Non-Avoidance-Ansatz von Charles van Riper. Sein Motto lautet: ?Stottern zeigen, nicht vermeiden." Mit dem Patienten zusammen wird das Stottern auf den Ebenen Verhalten, Organismus, Emotion und Gedanken analysiert, individuelle Vermeidensstrategien werden identifiziert. Der Stotterer stellt sich seinem Stottern und setzt sich mit seinem Sprechen und seiner Person auseinander (Phase der Identifikation). Danach geht es um den Prozess des Angstabbaus sowie des Abbaus des individuellen Vermeideverhaltens (Phase der Desensibilisierung). Hat sich das Vermeideverhalten stark reduziert, geht es um die direkte Veränderung des Primärsymptoms, um das Sprechen unauffälliger und flüssiger zu machen (Phase der Modifikation). Wir ergänzen je nach Bedarf die van-Riper-Therapie mit Methoden des Neurolinguistischen Programmierens, Hypnose, Mentaltraining, craniosakraler Therapie oder Kinesiologie. Bei der Behandlung des kindlichen Stotterns ist es abzuwägen, ob Elternarbeit in Form von eingehender Beratung und Elterntraining ausreicht oder ob eine indirekte (Stottern wird beim Kind nicht angesprochen) oder eine direkte Vorgehensweise (z.B. KIDS, d.h. Kinder dürfen stottern) angebracht ist. Hier ist die Zusammenarbeit mit den Eltern, dem Kindergarten oder der Schule unerläßlich. Methoden, die in die Stottertherapie einfließen können:
Weitere Informationen finden Sie in der Onlineenzyklopädie Wikipedia.
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