Zentral - auditive Verarbeitungsstörung

Zentral - auditive Wahrnehmungsstörungen bezeichnen Auffälligkeiten bei der zentralen Verarbeitung akustischer und sprachlicher Reize.

Die zentral - auditive Wahrnehmungsstörung ist als Teilleistungsstörung zu verstehen, das heißt, dass die zentrale Verarbeitung akustischer und sprachlicher Reize gestört ist, wobei das periphere Hören intakt ist.

Bei der zentral - auditiven Verarbeitungsstörung kann es zu Schwierigkeiten in den folgenden Bereichen kommen:

  • Aufmerksamkeit
  • Speicherung & Sequenz
  • Lokalisation (Richtungshören)
  • Diskrimination
  • Selektion
  • Analyse
  • Synthese
  • Ergänzung

Diese Defizite können in unterschiedlicher Weise betroffen sein und zu Beeinträchtigungen in anderen Bereichen (Lesen, Schreiben, Merkfähigkeit) führen.

  • Vererbung
  • Hirnreifungsverzögerungen
  • Frühkindliche Hirnschädigungen
  • Schädigungen des Gehörs durch zu viel Lärm
  • Hirnhautentzündung
  • Chronische Mittelohrentzündung im Kindesalter

In der logopädischen Therapie werden die Teilbereiche behandelt, in denen sich bei der vorangegangenen Diagnostik Auffälligkeiten gezeigt haben.

Ziel der logopädischen Therapie ist es Verbesserungen in den betroffenen Bereichen zu erzielen, um die Voraussetzung für eine gute Sprachentwicklung und Lese - Rechtschreibfähigkeit zu erzielen. Dabei stehen uns unterschiedliche Methoden zur Verfügung:

  • Teilfunktionsorientierte Therapie (z.B. nach Lauer)
  • Technische Ansätze (Ordnungsschwellentraining, Lateral - Training)
  • Unterstützende Programme am PC

Weitere Informationen finden Sie in der Onlineenzyklopädie Wikipedia.